Brand eines ehemaligen Ökonomiegebäudes in Indlekofen
Im Stadtteil Indlekofen in Waldshut-Tiengen verursachte am 10.10.2011 ein Großbrand eines ehemaligen Ökonomiegebäudes einen hohen Schaden. Gegen 16:35 Uhr berichteten die Enkel des Hauseigentümers ihrem Großvater, der auf dem angrenzenden Gründstück bei der Apfelernte war, dass es im Haus brenne. Er ging ins Haus und unternahm als früheres Feuerwehrmitglied erfolgversprechende Löscharbeiten. Das Feuer hatte sich aber für ihn unbemerkt bereits über den Zwischendecken weiter ausgebreitet. Die eigenen Bemühungen waren nun erfolglos. Alle verließen das Gebäude. Die ersten anrückenden Feuerwehrkräfte kamen vom Ausrückebereich Mitte Gurtweil und Indlekofen mit einem TSF und einem LF 8/6. Zu diesem Zeitpunkt quoll aus dem Dachbereich des Ökonomieteils bereits dicker Rauch. Merklich nahm die Thermik zu und das Dach brach auf. Meterhohe Flammen schlugen heraus. Ein Innenangriff war nicht mehr möglich. Somit begannen die ersten Kräfte nach dem Aufbau der Wasserversorgung aus dem Hydrantennetz mit einem Außenangriff. Nach und nach kamen weitere Fahrzeuge aus dem Stützpunkt Kaitle, der Abteilung Tiengen und Waldshut hinzu. Mit dem SW 2000 wurde eine Wasserversorgung aus dem Löschwasserteich am Dorfanfang aufgebaut. Zwei DLA(K) 23/12 und das TLF 24/48 begannen einen massiven Außenangriff. Nachalarmiert wurden dann die Ausrückeverbände Ost und West und die Feuerwehr Lauchringen mit dem Atemschutzgerätewagen und einem weiteren Schlauchwagen. Diese bauten eine weitere Löschwasserleitung vom Löschwasserteich in Aispel auf. Atemschutztrupps begannen mit einem Innenangriff über das angebaute Wohnhaus. Da es keine konsequente Gebäudetrennung gab, brach das Feuer dennoch durch. Zusammen mit den Hauseigentümern wurden Sachwerte geborgen und ebenfalls mit einem Außenangriff der Dachstuhlbrand bekämpft. Weitere Atemschutztrupps wurden aus der benachbarten Feuerwehr Weilheim angefordert. Gegen 20:00 Uhr war das Feuer unter Kontrolle. Dennoch mussten an allen Gebäudeteilen immer wieder auflodernde Flammen abgelöscht werden. Das Wohnhaus war nicht mehr bewohnbar. Löschwasser sammelte sich in den Holzbalkendecken, die immer schwerer wurden und nicht mehr gefahrlos begangen werden konnten.
Während den Löscharbeiten und die ganze Nacht hindurch musste die durch das Dorf führende Kreisstrasse komplett gesperrt werden. Der Verkehr wurde bereits in Gurtweil über Weilheim umgeleitet.
Das THW Waldshut-Tiengen wurde mit der Ausleuchtung der Einsatzstelle beauftragt. Kräfte des Rettungsdienstes und des DRK sowie ein Notarzt sicherten die medizinische Versorgung ab. Die betroffenen und jetzt wohnungslosen Hausbewohner wurden vom KIT des DRK betreut.
Insgesamt waren ca. 160 Einsatzkräfte und 25 Einsatzfahrzeuge vor Ort.
Thomas J. Santl
Kreisbrandmeister